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                    <TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><text><body><div type="edition" xml:lang="deu" n="urn:cts:greekLit:tlg2959.tlg012.opp-ger1"><div type="textpart" subtype="chapter" n="8"><div type="textpart" subtype="section" n="1"><p>Es kann aber &gt; auf andere Weise vom Verstand und
vom Gefühl verstanden werden, so daß der reine und hohe
der hoch theologisierende &gt; welcher die Herrlichkeit Gottes
verkündet, die Feste aber das nicht durch Lüste
<lb n="15"/> gegen sie fest seiende Gefühl.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="2"><p> Daher sagt auch Johannes, der Theologe, daß »jeder Geist, welcher bekennt Christus Jesus &gt;Fleisch
von Gott sei, und jeder Geist, welcher nicht bekennt Christus Jesus
Fleisch geworden, nicht von Gott« sei, uns befehlend nicht eine
Frömmgkeit zu empfangen. Denn zu verkündigen
<lb n="20"/> des Sohnes Gottes von der heiligen Jungfrau, nicht aber ebenso zu bekennen,
daß er auch in die Kirche als in sein Fleisch komme, ist
vollkommen.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="3"><p> Denn es muß ein jedes von uns nicht nur seine Parusie in jenes heilige Fleisch bekennen, welches von der reinen Jungfrau
ward, sondern auch eine gleiche in den Geist eines jeden von uns.
<lb n="25"/> Wenn aber einige meinen, daß der, welcher überhaupt Christus
sei von Gott, so mögen sie antworten, ob auch die Sünde von
so daß sie Christus bekennend sündigen dürfen in andern Taten.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="4"><p> Daher weder die, welche bekennen, daß Christus ins Fleisch komme,
sündigen, &gt; die Lobenswerten, noch die nicht sündigen,
<lb n="30"/> die Fleischwerdung Christi bekennen Tüchtige. Diese aber &lt;sind&gt;
Lobenswerten, welche sowohl den inneren Menschen schmücken
Rechtgläubigkeit als den äußeren mit guten Werken, bald wie
<note type="footnote">1 I Tim. 3, 15 — 7 Psal. 18, 2; anders Orig. Sel. in Psal. XE, 71 Lomm.
— 16 I Job. 4, 2 — 21 vgl. Symp. 3, 8. 8, 8 S. 35 f. 90 — 27 De lepra 11, 3 f.
14, 4. 15, 6 S. 465, 18ff. 469, 1ff. 470, 16ff</note>
<note type="footnote">9 »nach d. « S 213 11 003E; auf « 003E; ĕm 13 »verstand«
+ Bo 16 »Fleisch geworden« + I Joh. 4, 2 20 »ebenso«
»wie« že S 24 »e. « S 213v</note>

<pb n="487"/>
Himmel, als die das Himmlische sinnen, bald wie die Feste, weil keine
Begierde annehmend.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="5"><p> So aber wird bewahrt die Ordnung der Schrift. Denn das von allen Leidenschaften reine und mit Christus in den Baum des
Lebens hineingepfropfte Fleisch ist ferner nicht Fleisch, sondern
<lb n="5"/> Wohnung Gottes. Denn Fleisch ward es von der Schwachheit genannt;
der Gerechte aber wird niemals bewegt (umgetrieben), denn er ist »nicht
fleischlich, sondern geistlich«.</p></div></div><div type="textpart" subtype="chapter" n="9"><div type="textpart" subtype="section" n="1"><p>Sind nicht auch hier wieder tiefe und geistliche Verständnisse
für die Schriftforscher, indem die Schrift mannigfaltig redet?
<lb n="10"/> bald Tage, bald Sterne, bald »gutes Land« nannte er die Heiligen,
Ähren oder Bäume oder Götter nannte er die Heiligen.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="2"><p> Tag aber nannte er &lt;sie&gt;, weil »Tag dem Tag sprudelt Rede«; Sterne
»ein Stern den andern übertrifft an Herrlichkeit«; gutes Land
»Ihr werdet mir sein ein williges Land »Land des Wohlgefallens«),
<lb n="15"/> spricht der Herr«; Ähren aber, weil »die Ernte ist groß«;
weil »an den Früchten der Baum« erkannt wird; Götter
»Ich habe gesagt, ihr seid Götter«.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="3"><p>Verstehe aber nun, ob er Tage jene Seelen nannte, über welche »die Sonne der Gerechtigkeit«
Denn die nach seinem Worte Dürstenden, die Keihe der Apostel
<lb n="20"/> den Stunden des Tages zusammengestellt, heißt der geistige Tag,
der Kirche, welche auch Salomo sah wie aufgehende öte: »Wer
ist diese, die da aufgeht wie die Morgendämmerung?«, dürstend
den Geheimnissen Christi, vielmehr aber dürstet sie beständig
Schrift.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="4"><p> »Und Nacht der Nacht Bekenntnis.« Als Nacht beurteilte er <lb n="25"/> die Keden der Propheten ; nicht des Bösen halber, sondern der
Tiefe. Denn »Versteht« sprach die Weisheit »ein Gleichnis und dunkles
Wort, Worte der AVeisen und Rätsel«. Und Nacht wieder
weil sie (es) die Fleischwerdung Christi durch Schatten ankündigte.
<note type="footnote">5 I Kor. 6, 19 — vgl. Mt. 26, 41 — 6 I Kor. 3, 1 — 10 Mt. 13, S. 23. Mark.
8, 4. 20. Luk. 8, 8. 15 — 12 Psal. 18, 3 — 13 I Kor. 15, 41 — 14 Mal. 3, 12 —
15 Mt. 9, 37 — 16 Mt. 12, 33 — 17 Psal. 81, 6 (Job. 10, 34f) — 18 Mal. 4, 2
— 21 Hohel. Sal. 6,9 — 24 Psal. 18, 2 — 26 Prov. 1, 6 — 28 vgl. zu S. 436, 26</note>
<note type="footnote">4 »ist . . nicht«: »denn ist . . nicht« B 6 »bewegt« S 214
nach s. W. Dürstenden«: der Zusammenhang erfordert »die durch sein
leuchtende« (Reihe) 20 »Stunden« časom: česam S |
̆stavlenŭ: ̆stavleno S 21 f »Wer « S 214v 22 »dürstend« žadaja,
žažda oder »erwartend« žida: žada S 23 »dürstet« žažet: žaže S;
wohl »brennt« »leuchtet« žežet 26 »Versteht«: νοήσει τε Prov.</note>

<pb n="488"/>
Das Gesetz aber nun ward wegen der Dunkelheit der Worte und wegen
der typischen Worte Nacht genannt.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="5"><p> Die Juden aber wurden wegen Blindheit der Seele und Ablehnung des Größeren so genannt, and
bezeugt der Apostel Paulus, indem er spricht: »Aber bis jetzt, wenn
<lb n="5"/> Mose gelesen wird, liegt eine Decke auf ihren Herzen«. Und alle
der Herabkunft des Herrn »saßen in Finsternis und Schatten des
wonach es auch überaus Nacht genannt ward. Nach dem großen
der Auferstehung aber ist über die ganze Erde ausgegossen worden
das Licht des heiligen Geistes, indem sie auf der ganzen Erde predigten
<lb n="10"/> von dem Wort der Wahrheit.</p></div></div></div></body></text></TEI>
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