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                    <TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><text><body><div type="edition" xml:lang="deu" n="urn:cts:greekLit:tlg2959.tlg012.opp-ger1"><div type="textpart" subtype="chapter" n="5"><div type="textpart" subtype="section" n="1"><p>Und in den Psalmen aber wiederum erscheint dies Wort: »Die
Schiffe, die im Meere gehen und (ihr) Werk betreiben in vielen
Wassern, sie sahen die Werke des Herrn und seine Wunder in der
<lb n="15"/> Tiefe«. Wer aber ist so blind, jedoch an geistlichen Augen, um
meinen die Sammler der Purpurschnecke (Purpurfärber) oder
oder die (ihr) Gewerbe betreiben im AVasser des Meeres,
dessentwegen hinabsteigend in die Tiefe! Könnem etwa diese
Tiefe gelangen oder seine AVunder in der Tiefe sehen?</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="2"><p> Was ist <lb n="20"/> Wunderbares in der Tiefe im Vergleich mit dem am Himmel Seienden:
Sonne, Mond und Sternen? So daß auch Moses sich wunderte und
dachte, es möchte das Volk sie wegen ihrer vorzüglichen
Götter nennen, und sprach: »Zum Himmel geschaut habend und
die Sonne und den Mond und die Sterne und den ganzen Schmuck des
<lb n="25"/> Himmels, nicht könnet ihr verführt sie anbeten! Welche
Heiden gegeben hat, aber euch nicht also«. Während aber
ße Wunder am Himmel sind, weshalb sprach er, ß die ins Meer
mit Schiffen Gehenden und die (ihr) Gewerbe in vielen Wassern
Treibenden sehen die Wunder des Herrn?</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="3"><p> Verstehe aber nach einem <note type="footnote">1 vgl. Mt. 8, 26 — 2 Psal. 123, 6 — 4 Luk. 10, 19 — 5 Mt. 14, 30. 31 —
vgl. z. B. De res. I, 56, 6ff — 9 Psal. 123, 5 —11 Rom. 16, 20 — 12 Psal.
106, 23 — 23 Deut. 4, 19</note>
<note type="footnote">15 »blind« nevistjn: ne byst S; aber vgl. 9, 5 und Miklosich Lex. S. 421
»blind an den leibl. Augen« nevistjn plotnyma oěima 17 »oder
»seien die«? S 209v 23 »sehend« videv: »ich « videch S |
Abweichungen von Deut. 4, 19 27 »weshalb« cego delja: »deshalb« sego
delja B</note>

<pb n="483"/>
gewissen höhern Verständnis, ob es nicht bedeutet die
welche ausgehen von der alten Mutter Jerusalem und schiffen wie mit
Schiffen mit den Leibern, damit, nachdem sie gesehen die überaus
wunderbaren Wunder Christi, treiben (ihre) Werke in vielen Wassern,
<lb n="5"/> indem sie »Menschen fangen« zum Glauben an Christus, und damit
aus der Tiefe des Irrtums fischen Menschen.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="4"><p> In Wahrheit nun haben sie uns gefangen aus dem Götzendienst, nachdem der Herr die
des Todes erforscht hatte und den Feind verstört hatte und
die »finstern Schatzhäuser«, welche die Jünger sahen
<lb n="10"/> sich; zu denen er sprach: »Viele Propheten wollten sehen, was ihr
sehet, und haben es nicht gesehen, und hören, was ihr hört,
es nicht gehört« usw.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="5"><p> Denn nicht nur wurden sie gewürdigt, Wunder zu sehen, sondern auch Taten vieler Menschen zu vollbringen. Daher
befehlen sie uns jenen Irrtum zu fliehen und nicht wieder zu ihm
<lb n="15"/> zurückzukehren.</p></div></div><div type="textpart" subtype="chapter" n="6"><div type="textpart" subtype="section" n="1"><p>Dies ist das Wasser, wo die Schlange wohnt und die sie
Liebenden versenkt. Dies Wasser wird gemacht stille zu sein (zu
stagnieren?), alles Unordentlichen voll seiend; dies Wasser regt auf
feurige Wogen gegen die zu ihm Kommenden; dies ist das trübe
<lb n="20"/> in welchem der Igel ist, der Blutsauger und Hausgenosse der Schlange.
</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="2"><p>Wunderbar von Natur. Denn klein ist er zuerst, hat seinen Ort auf der Erde; daher untertritt ihn, schmecke nicht! 003E; die Macht,
die Kraft des Feindes zu untertreten. Denn getreten ist er ohnmächtig,
getrunken aber sehr verderblich. Denn nachdem er hineingekrochen
<lb n="25"/> und aufgenommen von der Kehle des inwendigen Menschen, gestattet
er nicht dem Worte der Stimme hervorzukommen.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="3"><p> Denn nachdem die Seele die paradiesischen »angeborenen«?) Kegungen abgetan, durch
wieviele sie für sich selbst als unsterblich seiend bewegt wird, sei
<note type="footnote">2 vgl. Gal. 4, 26 — 5 Luk. 5, 10 — 9 Jas. 45, 3 — 10 Mt. 13, 17 (Luk. 10, 24)
— 28 vgl. Plato Phaedr. 249</note>
<note type="footnote">1 vgl. z. B. Hesych. Presb. PGr 93, 1304. Handschriftensammlung Grigorovičs
65 Bl. 27 d. Gespräch e. Panhagioten mit e. Azymiten, Edit. Viktorov S. 41</note>
<note type="footnote">1 Panhag. »Schiffe sind die Apostel und sie gingen aus über die Erde predigend
den Glauben Christi« 2 »welche ausgehen«
S 210 5 »fangend« lovjaste: šte S 10 »wollten« chotesja: »welche
wollten« chotěvša S 14 »befehlen « veljat: velja S; schwerl. »hat
befohlen« velě 18 »Unordentlichen« S 210v 22 »schmecke . . , habend«
vkusi &lt; S 26 »dem « slovu: »der « slavu S</note>

<pb n="484"/>
über das Himmlische sinnend oder das Kommende vorausschauend, hat
er ungehörige Begierden an ihrer Stelle eingegeben, wie mit Blut
Glauben befleckend, so daß auch der sehr besonnene Mensch hier
da im Geist übertritt.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="4"><p> Daher fliehen wir ihn, denn schwer sind heilend <lb n="5"/> seine Wunden. Denn nicht satt ist er von allem Bösen, Tod und
und die Finsternisse sättigen ihn nicht. Siehst du die
Kraft? »Hades«, sagt er, »und PVauenliebe und Tartarus und
Erde nicht sich sättigende; und Wasser und Feuer haben nicht
»werden nicht«?) sagen:</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="5"><p> Es ist genug.« Der Hades, welcher immer <lb n="10"/> Seelen aufnimmt und nicht satt wird; die Frauenliebe, welche die Sünde
entzündet und nötigt der Wollüste halber von
Tartarus aber der dunkle Ort; und die Erde, welche nicht satt wird
der Leiber der Toten; und Feuer und Wasser: das Feuer, nachdem es
die Sodomiter verzehrt hatte, das Wasser, nachdem es die ganze Erde
<lb n="15"/> überflutet hatte, wurde nicht satt.</p></div></div></div></body></text></TEI>
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