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                    <TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><text><body><div type="edition" xml:lang="deu" n="urn:cts:greekLit:tlg2959.tlg012.opp-ger1"><div type="textpart" subtype="chapter" n="3"><div type="textpart" subtype="section" n="2"><p>Ein kleines Geschöpf aber ist der im Wasser lebende Igel, auf der Lauer liegend, damit er hineingehe in die Wasser Trinkenden.
<note type="footnote">1 Rieht. 9, 7ff; vgl. Symp. S. 122, 18ff — 17 De lepra 13, 4 S. 368, 2ff —
21 Tgl. Symp. S. 71, 5f. 85, 22 — 23 Prov. 24, 50ff (30, 15ff); vgl. Tischend.
Anecdota S. 228. Mai, Nova bibl. VIl, 2, 73. Achelis Hipp.s Werke I, 2, 163f</note>
<note type="footnote">28 Tgl. Feters, D. griech. Physiologus c. 67 S. 104. Justus Toletan. Heine,
Biblioth. anecdotorum S. 197</note>
<note type="footnote">2 »der jüngste« S 206v | »Gazirin« S 12 »setzet«: χρίετε Rieht.
| »kommet und« idete i: i děti S 17 »sind« S 207 19 »im« o: 003C;
23 αὖται + Prov. 26 »ersättigende«: ὕδατος + Prov. 28 Physiol. »Der
Seeigel, e. kleines u. verächtliches Tier, w. im Wasser lebt«. lebt.
Termis est aquatilis . . potantibus insidiatur, cumque illabitur faucibus adhaerescit
29 »Wasser« vodu: vvodu S</note>

<pb n="480"/>
Aber nun dem Dürstenden steigt er auf dem Wasser mit dem
des Wassfrs, sicli in das Wasser begehend, herauf, so ß der ’J’rinkfnde
es nicht merkt, wenn er (in ihn) hineingeht, hhiiht ahr-r an der Wurzel
der Kehle, von wo auch die Stimme hervorgeht und wo das Wasser
<lb n="5"/> geschluckt wird, beide m Schaden bereitend. —</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="3"><p>Welches ist nun der wahre und blutsaugende Igel, den die geliebten Töchter
konnten? Spricht etwa der Prophet von diesem sichtbaren Igel? und
etwa nicht von der feindlichen Macht, welche des Bösen nicht
seiend in geistigen Gewässern lebt, wie auch jene Schlange, von
<lb n="10"/> der Prophet &gt; den Psalmen redet: »Dies große und weite
dort Getier, deren keine Zahl ist, kleine Tiere mit großen,
schwimmen Schiffe; diese Schlange, welche du schufst, mit ihr zu
scherzen«. Mit welcher? Hades und das Unterste sind ihre Kinder.
</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="4"><p>Werde ich nun scheinen Irriges zu geben, mit den buchstäblich Verstehenden <lb n="15"/> aber nicht mit den gemäß der Wahrheit Vermögenden
Tiefen der Schrift zu verstehen? Fragen wir aber gleichwohl auch
darüber, welche Speise bringend jene Töchter
konnten. —</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="5"><p>Forsche aber nun, ob das vom Prediger geredete Wort diesem ähnlich sein wird: »Alle Wasserflüsse gehen ins Meer, und
<lb n="20"/> Meer wird nicht satt; an den Ort, 003E; die Wasserflüsse gehen«.
Denn ich meine, der Prophet rede von Wasserflüssen ähnlichen
Kräften, welche auf die Erde herabgefallen und wie von Süßigkeit
Bitterkeit übergegangen sind. Denn auch was er spricht (stimmt damit),
ß das Meer nicht satt wird, indem die Bosheit sich niemals an
<lb n="25"/> zu ihr kommenden Seelen sättigt.</p></div></div><div type="textpart" subtype="chapter" n="4"><div type="textpart" subtype="section" n="1"><p>Es sind aber auch viele andere Schlangen in den Wassern,
über welche König ist die große und furchtbare Schlange,
auch Gott zu dem vielduldenden Hiob geredet: »Er ist König über
im Wasser«. Diesen Schlangen aber, sprach der Prophet,
<note type="footnote">10 Psal. 103, 25. 26 — 14 vgl. zu S. 454, 2 — 17 Prov. 30, 15 (24, 50) —
19 Pred. Sal. 1, 7 — 22 vgl. Gen. 6, 1ff — 28 Hiob 41, 25 — 29 Psal. 73, 13</note>
<note type="footnote">9 Ps.-Chrysost. 13. De paen. PGr 64, 753 — 10 Athan. zu Psal. 103, 25 und
Festbr. S. 148, 7 Larsow — 24 Hilar. In Psal. 51 S. 106 — 26 vgl. Eznik,
Wider die Sekten I, 1869 ff S. 82 f Schmid</note>
<note type="footnote">2 »des Wassers« vodnym: vodnymi S 5 »Welches« S 207v 6
ju: »dessen« eja S 9 Ps.-Chrys. βδέλλα ὁ διάβολος, ὡς τὸ τῶν ψυχῶν αἱμα
τουτέστι τὴν ζωτικὴν αὐτοῦ δύναμιν ἐκμύζων 10 003C;S 15 »mit« su: i S
18 »geredete« S 208 22 »Kräften« silach: sila ich S</note>

<pb n="481"/>
Gott das Haupt«; nicht nur aber jener, sondern auch
deren Haut nichts Schwimmendes einen einzigen Fehl beizubringen
vermag. —</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="2"><p>Wie er auch im dreiundsiebzigsten Psalm spricht: »Du hast zermalmt das Haupt [das Haupt] der Schlange, (sie) zur Speise
<lb n="5"/> gebend den Äthiopen«. Denn doch wohl durch die Äthiopen zeigt er
die durch (in) Bosheit Versenkten an, welchen die ße Schlange Speise
ist. Denn die, welche essen den Leib des Herrn und trinken sein
»Blut«, sind selig; die aber, welche essen das Fleisch der geistigen
Schlange, sind Feinde des geistigen Lichtes, welches erleuchtet die
<lb n="10"/> reinen Seelen.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="3"><p> Aber nun verlassen habend die Gegend Äthiopiens, sind sie nicht früher zur Freiheit und zum Frieden gelangt, bis sie
sind durch die Wasser der Unwissenheit und gesehen haben
des geistigen Pharao Haupt zermalmt. Und nachdem wir gesehen den
Feind getötet, und seine (Streit-) Kräfte alle gefallen, singen
<lb n="15"/> Siegeslied, wie jenes ist: »Wenn der Herr nicht unter uns gewesen
wäre, da die Menschen wider uns aufstanden, hätten sie
verschlungen«; und bald darauf: »Gelobt sei der Herr, welcher
nicht gab zur Speise ihren Zähnem«.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="4"><p>Dies Wort nun zeigen wollend, jenes furchtbare und »unaufhaltsame (unerträgliche) Wasser«
<lb n="20"/> geistigen Meeres, welches versenkt nicht die Leiber, sondern die Seele
derer, die nicht die Vernunft als Steuermann haben, hat Christus
<note type="footnote">1 vgl. Hiob 41, 17. 19; vgl. Meth. zu Hiob 49, 10 — 3 Psal. 73, 14 — 5 vgl.
Passio Perpet. 10, 6 Ausgewählte Märtyrerakten S. 77 Ο. v. Gebhardt —
Job. 6, 54 — 14 vgl. Exod. 15, 4 —15 Psal. 123, .2. 3; vgl. Symp. S. 47, 19f —
De res. I, 56, 4 S. 316, 1ff — 17 Psal. 123, 6 — 19 Psal. 123, 5</note>
<note type="footnote">5 vgl. Athan. Festbriefe S. 59 Larsow. Vita loann. Eleem. 35 PGr 93
1647 A — 9 Petrus von Laodic. S. 74, 2 Heinrici — 13 vgl. Athan. Festbriefe
S. 77, 20 Larsow. Basil. PGr 31, 1721 — 15 Athan. Festbriefe S. 106, 8 —
17 Athan. Festbriefe S. 112, 26</note>
<note type="footnote">4 »d. Haupt« zweimal Sab | »sie« 003C;S 5 Athan. »So bezeichnet auch
heil. Geist, da er von den Sündern und ihrer Speise erzählt, den
003E;Du hast ihn zur Speise gegeben den äthiopischen 003C;. Dies sind nämlich
die Speisen der Sünder. Wie aber unser Herr und Heiland J. Chr. als himmlisches
Brot das Nahrungsmittel des Heiligen ist . . , so ist der Teufel die
Speise der Unreinen.« Expos. μελανθέντες ἀπὸ τῶν ἁμαρτιῶν | »doch wohl«
6 »Versenkten« S 208v 13 Basil. ἡ ἐκκλησία καθάπερ Μαρίαν ἐλευθερωθεῖσα
τοῦ νοητοῦ Φαραὼ τοῦ διαβόλου λαβοῦσα τὸν τύμπανον 14 »gefallen«
ša S 21 f »hat . . « S 209</note>

<pb n="482"/>
»Wind und Meer« bedroht, damit es nicht ersäufe die mit
Schiffenden zur Speise den in ihm (dem Meerj seienden Tieren. »Gelobt
sei Gott der Herr, welcher nicht nur uns nicht gab zur Speise
ihren Zähnen«, sondern auch sie zu untertreten uns Macht
<lb n="5"/> »gibt«?).</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="5"><p>Ich meine aber, daß auch der selige Petrus, als er auf dem Meere wandelte und versinken wollte 003E; der Herr ihm die rettf-nde
Hand darreichte und ihn aus jenem Sturm herausführte, diese Worte
Lobes Gott und dem Vater darbrachte: Wenn nicht dein Wort und
Sohn »mit uns wäre, so hätte« uns das
<lb n="10"/> Wasser versenkt.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="6"><p> Dies zu zeigen beabsichtigend, hat auch Paulus gesprochen: »Gott zertrete den Satan bald unter eure Füße«.</p></div></div></div></body></text></TEI>
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