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                    <TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><text><body><div type="edition" xml:lang="deu" n="urn:cts:greekLit:tlg2959.tlg012.opp-ger1"><div type="textpart" subtype="chapter" n="1"><div type="textpart" subtype="section" n="3"><p>Denn jemand nach dem Evangelium, welcher »einen Turm« machen wollte, erreichte es niclit. Durch ein solches
nämlich lehrt uns Christus, nicht hinanzusteigen zu
das heißt zu unseren Verstand überragenden Erkenntnissen,
<lb n="5"/> zuerst entsprechend unserer Kraft von Erkennbarem zu reden und zu
lehren.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="4"><p> Dennoch dem Herrn vertrauend, daß er mächtig ist, in mir das Wort zu gebären, gehe ich an die Arbeit und wage zu
»Es hat hervorgesprudelt mein Herz ein gutes Wort.«
dies der Prophet auch vom Vater und Sohn geredet, so erzeugt doch
<lb n="10"/> auch in den Würdigen und Reinen der heilige Geist ein gutes
und göttliche Gedanken.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="5"><p>Daher, o Seele, erwirb Zuversicht auf Gott und erleuchte dich mit dem Licht der Erkenntnis. Lerne »im Gesetz« des Herrn »Tag
Nacht«; dem Geiste der Verführung gib keinen Raum und
<lb n="15"/> alle übrigen Tugenden dessen, der spricht: »Ob deiner Furcht, ο Herr,
haben wir im Leibe empfangen und sind in die Wehen gekommen und
haben geboren einen Geist der Rettung« usw. —</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="6"><p>Wirke nicht die Früchte des Fleisches. Denn diese »widerstreiten dem Geiste«.
gestaltet durch Christus, der in dir ist, auf daß auch du wagen
<lb n="20"/> zu sagen: »Es hat hervorgesprudelt mein Herz ein gutes Wort«.</p></div></div><div type="textpart" subtype="chapter" n="2"><div type="textpart" subtype="section" n="1"><p>Und dies nun möge der Rede zum Eingang bis hieher
sein, damit wir nicht scheinen als verhindernd die Verhandlung,
kommen wir vielmehr zur Vorlage, indem wir die geistige Erklärung
geben, und fangen wir hier an.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="2"><p> Von dem Namen aber der Schrift <lb n="25"/> reden wir zuerst. Paroimiai nämlich wird sie genannt, weil sie
Gleichnissen redet, um zur Vergleichung eines andern auf andere Weise
das Gesagte zu bezeichnen. Und damit ich nicht scheine ohne Beweis
zu reden, werde ich mit Beweis sprechen.</p><note type="footnote">1 Luk. 14, 28. 29 — De lepra 13, 2 — 6 vgl. SjTnp. 7, 1 S. 70f — 8 Psal.
44, 2 — Acta Achatii 4 — 9 vgl. Hipp. In Cant. 2, 23. 27, 9 — 12 vgl. H Kor. 4, 6
— 13 Jos. 1, 8 (Psal. 1, 2) — 15 Jes. 26, 18 — 17 vgl. Gal. 5, 17 — 18 Gal. 4, 19
— 20 vgl. Psal. 44, 2 — 21 vgl. Symp. S. 110, 16. 121, 16ff — 27 vgl. Symp.
1, 3. 8, 4. 10, 2 S. 11, 1. 122, 16ff De res. I, 42, 1. 56, 3 S. 287, 13. 315, 14ff</note><note type="footnote">10 vgl. Greg. Nyss. PGr 45, 1281. Kyrill. Hier. Prokat. 1 — 26 vgl. Adrian,
Introd. § 118 Gößling</note><note type="footnote">12 »Daher« těmže: těm bo B 13 »d. Erkenntnis«
vidvěnia: Sb 14 »Raum« S 206 22 »die«: »zur« S</note><pb n="479"/></div><div type="textpart" subtype="section" n="3"><p>Im Buch der Richter, nach der Ermordung der Söhne Hierobaals, entfloh der jüngste Sohn auf den Berg Gariziu und stieg
und ruft die Sichemiten scheltend, daß sie den Hierobaal
hätten, einen guten Mann und der oftmals hatte wegen seines
<lb n="5"/> sterben wollen, aber erwählt hätten an jenes Stelle
örder, indem er so spricht: »Es gingen die äume gehend über sich
einen önig zu setzen; und sie sprachen zum Ölbaum: Herrsche über
uns«, und er woUte nicht. Darauf baten sie den »Feigenbaum«,
als auch er mit Entschiedenheit abgelehnt, nötigten sie den
<lb n="10"/> und als jener nicht wollte, sprachen sie »zum Dornstrauch: Sei
König über uns. Und der Dornstrauch sprach: Wenn in Wahrheit
mich euch zum König setzet, kommet und vertrauet meinem
wenn nicht, so geht Feuer aus vom Dornstrauch und verbrennt die
Cedern Libanons« usw.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="4"><p> Indem aber dieses so gesagt ist, ist durchaus zu <lb n="15"/> erkennen, daß er nicht von Bäumen, sondern von etwas
durch dies Gleichnis. Vielmehr den durch den Geist Gereinigten und
frei von dem Fleischlichen durch das Licht Gottes Gewordenen sind
diese Worte zu verstehen möglich.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="5"><p> Daher bitten auch wir den großen Geber, Gott, durch Jesus Christus im heiligen Geist, der da aufrichtet
<lb n="20"/> aus dem Schmutz den Armen, daß er uns unterweise zum
Verständnis (oder »zur Erkenntnis der Wahrheit«). Denn schon
dies zu reden.</p></div></div><div type="textpart" subtype="chapter" n="3"><div type="textpart" subtype="section" n="1"><p>»Drei Töchter hatte der Igel, mit Liebe geliebt, und die
sättigten ihn nicht, und die vierte war nicht zufrieden zu sagen:
<lb n="25"/> ist genug. Hades und Frauenliebe und der Tartarus«, nämlich das
Unterste, »und Erde nicht sich ersättigende; ·und Wasser und
sagen nicht: Es ist genug.«</p></div></div></div></body></text></TEI>
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