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                    <TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><text xml:lang="deu"><body><div type="translation" xml:lang="deu" n="urn:cts:greekLit:tlg0003.tlg001.1st1K-ger1"><div type="textpart" subtype="book" xml:base="cts:urn:tlg0003.tlg001.1st1K-ger1" n="2"><div type="textpart" subtype="chapter" xml:base="cts:urn:tlg0003.tlg001.1st1K-ger1:2" n="62"><div type="textpart" subtype="section" xml:base="cts:urn:tlg0003.tlg001.1st1K-ger1:2.62" n="1"><p>Dies sind die Vortheile, welche, alles wohl erwogen, Athen gegenüber zu gewinnen
                sind. Und warum sollten wir schon uns selber das gepriesene Glück des Friedens
                länger vorenthalten? Saget selbst, wird nicht jedes Gut, das wir besitzen, sowie
                jedes Uebel im Frieden besser geschirmt und leichter gehoben als im Kriege, erfreuen
                sich nicht auch Würden und Ehrenstellen, kurz alle Dinge, im Frieden eines
                gesicherteren Bestandes? Doch das bedarf nicht erst langen Beweises, so wenig als
                das Elend des Krieges. Möchte nur angesichts dieser Wahrheit niemand meine Worte
                verachten, möchten sie vielmehr einen jeden veranlassen in Zeiten auf seine
                Selbsterhaltung bedacht zu sein. Sollte aber jemand auf sein Recht oder seine Macht
                pochen bei seiner Hoffnung auf Erfolg, der möge das Schicksal fürchten und seine
                bittern Enttäuschungen. Wie viele haben nicht schon an einem Angreifer sich rächen,
                andere in Hoffnung auf vermeintliche Macht als Eroberer auftreten wollen und haben
                nicht etwa nur ihre Rache nicht befriedigt, sondern sie mit dem Leben bezahlen, und
                die andern, statt sich zu bereichern, noch ihr Eigenes darüber einbüssen müssen. Ja
                wenn die Nothwehr als der angegriffene Theil stets auch zu ihrem Rechte käme, wenn
                der Mächtige an seinem Selbstgefühl auch eine Bürgschaft hätte, und nicht die
                Ereignisse grösstentheils unter dem Gebot des Zufalls stünden, der, so blind er auch
                ist, doch dadurch wieder höchst heilsam sich erweist, dass die über alle verhängte
                Furcht der Fehdelust einen Damm entgegenstellt. <pb n="20"/></p></div></div></div></div></body></text></TEI>
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