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                    <TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><text xml:lang="deu"><body><div type="translation" xml:lang="deu" n="urn:cts:greekLit:tlg0003.tlg001.1st1K-ger1"><div type="textpart" subtype="book" xml:base="cts:urn:tlg0003.tlg001.1st1K-ger1" n="2"><div type="textpart" subtype="chapter" xml:base="cts:urn:tlg0003.tlg001.1st1K-ger1:2" n="39"><div type="textpart" subtype="section" xml:base="cts:urn:tlg0003.tlg001.1st1K-ger1:2.39" n="4"><p>Wie vorteilhaft aber! Gehen wir nur frisch, ohne diese geschulte Abhältung und
                statt mit einer gebotenen, mit natürlicher Tapferkeit in den Kampf, so brauchen wir
                uns nicht mit künftigem Ungemach im voraus zu mühen, ohne doch in der Stunde der
                Entscheidung weniger Entschlossenheit zu zeigen, als sie, die sich immer quälen; so
                dass Athen auch hierin gleich bewunderungswürdig dasteht, wie in so vielem. </p></div></div><div type="textpart" subtype="chapter" xml:base="cts:urn:tlg0003.tlg001.1st1K-ger1:2" n="40"><div type="textpart" subtype="section" xml:base="cts:urn:tlg0003.tlg001.1st1K-ger1:2.40" n="1"><p>Hier blüht Kunstsinn neben Sitteneinfalt, und die Wissenschaften ohne
                Ueberfeinerung; der'Reichthum dient nicht der Hoffahrt, sondern dem
                Unteraehmungsgeiste, und die ehrliche Armuth wird nirgends beschämt, vielmehr die
                stumpfsinnige, arbeitsscheue ist eine Schande.<note xml:lang="mul" n="5" place="unspecified"/></p></div><div type="textpart" subtype="section" xml:base="cts:urn:tlg0003.tlg001.1st1K-ger1:2.40" n="2"><p>Hier versteht es der Staatsmann zugleich Geschäftsmann zu sein, und der Handwerker
                ist mit der Regierungskunst wohl bekannt; denn wer hierin ein Fremdling bleibt, der
                blosse Privatmann, wird nirgends so als Tagdieb angesehen.</p></div><div type="textpart" subtype="section" xml:base="cts:urn:tlg0003.tlg001.1st1K-ger1:2.40" n="3"><p>Hier ist es der Bürger, der in Staatssachen das Beste rathet oder doch beschliessen
                hilft; denn die Besprechung schadet der Thatkraft nicht, sondern gerade die
                Kurzsichtigkeit, welche dem Rufe zur That folgt, ehe sie sich nur darüber hat
                belehren lassen. Denn das ist ein weiterer Vorzug, dass bei uns die kühnste
                Entschlossenheit durch die vorsichtigste Berechnung nicht leidet, während sonst der
                Muth nur aus Unkunde, aus Ueberlegung aber Unentschlossenheit entspringt. Und gibt
                es wohl eine grössere Seelenstärke als die Besonnenheit, die Gefahr und Genuss wohl
                kennt und sich doch dadurch die Lust am Kampfe nicht rauben lässt? </p><pb n="12"/><p/></div></div></div></div></body></text></TEI>
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